Neues von der Rentenversicherung

Beitragsbemessungsgrenzen (BBG) und Beitragssätze (BS) 2017

Die BBG geben an, bis zu welchem monatlichen Bruttogehalt Beiträge zur Rentenversicherung (RV), Arbeitslosenversicherung (AV), gesetzlichen Krankenversicherung (GKV – AOK etc.) und Pflegeversicherung (PV) bezahlt werden müssen.

In 2017 betragen die BBG nun monatlich in der

RV + AV        € 6.350,00

GKV + PV       € 4.350,00

Der BS in der RV ist gesenkt worden. Er beträgt nun 18,7   %.

In der GKV beträgt der BS nun nur noch 14,6 % (einheitlich für alle deutschen GKV-Krankenkassen). Allerdings steht es den Krankenkassen frei, einen individuellen Zusatzpbeitrag zu erheben. Effektiv hat sich bei den meisten Krankenkassen der effektive Beitrag am 01.01.2016 erhöht. Der Durchschnitt des Zusatzbeitrages beträgt nun 1,1 Prozent, der Eigenbeitrag 8,4 Prozent, der Gesamtbeitrag 15,7 Prozent (der Einheitsbeitrag betrug bis zum 31.12.2014  15,5%).

In der PV ist der Beitragssatz in 2017 auf 2,55 % erhöht worden (Kinderlose 2,80 %).

Anmerkung:

Die Beiträge zur RV, AV und PV zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte.

Vom aktuellen Einheitsbeitrag zur GKV zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 7,3 %. Arbeitnehmer zahlen darüber hinaus zusätzlich den von ihrer GKV festgelegten Zusatzbeitrag (zur Zeit bis zu 1,2 % und mehr). Der Arbeitgeberbeitrag ist eingefroren. Das bedeutet, eventuelle Erhöhungen gehen künftig voll zu Lasten der Arbeitnehmer. Effektiv beträgt der Arbeitnehmeranteil somit bis zu 8,4 % und mehr.

Bei Rentnern sieht es etwas anders aus:

Beiträge zur RV und AV fallen nicht an. Das gilt auch für Rentner, die noch nebenbei arbeiten.

Für alle in der GKV versicherten Rentner (etwa 80 %) gilt das Gleiche wie für die Beschäftigten: von ihrer Bruttorente werden bis zu 8,4 % und mehr abgezogen. Die restlichen 7,3 % zahlt die DRV. Sie überweist die GKV-Beiträge an die jeweilige GKV (AOK, Barmer etc.). Für Rentner, die nebenbei arbeiten, erhöht sich der GKV-Beitrag entsprechend ihrem Verdienst, bis zum jeweiligen Höchstwert (in 2017 bis 4.350,00 Euro). Das gilt nicht für Minijobs (bis € 450,00).

Alle nicht in der GKV pflichtversicherten Rentner (privat Krankenversicherte – PKV – und freiwillig in der GKV Versicherte) erhalten zur Zeit einen Zuschuss zu ihrer Bruttorente in Höhe des halben durchschnittlichen Beitragssatzes in der GKV von 7,3 % ihrer Bruttorente. Diese Rentner bezahlen ihre Beiträge an ihre jeweilige PKV/ GKV selbst.

Ihre PV-Beiträge in Höhe von 2,55 % oder 2,80 % (Kinderlose) zahlen Rentner seit einigen Jahren zu 100 % allein von ihrer Bruttorente.

Rentenerhöhungen in 2014/2015/2016/2017

In 2014 wurden die Renten um 1,67 % erhöht. In 2015 erfolgte eine Erhöhung von etwa 2,1 Prozent. In 2016 ist eine Erhöhung von 4,25 Prozent erfolgt. In 2017 werden die Renten um 1,9 Prozent erhöht.

Die Rentenerhöhungen in den neuen Bundesländern sind höher, da dort die Lohnerhöhungen höher sind als in den alten Bundesländern. Die Renten in den neuen Bundesländern betragen zur Zeit etwa 94 Prozent der Renten in den alten Bundesländern.

Rentenerhöhungen seit 2008 (%)

2008    1,10
2009    2,41
2010    0,00
2011    0,99
2012    2,20
2013    0,25
2014    1,67
2015     2,10
2016     4,25                                                                                              2017     1,90

 

Grenze für Hinzuverdienst

Diese wurde in 2013 von 400 auf 450 Euro brutto im Monat erhöht.

Ab 2018 wird diese Regelung geändert:

Die Grenze für den Hinzuverdienst beträgt dann € 6.300,00 pro Jahr. Ist dieser höher, werden 40 Prozent des überschießenden Betrages von der Rente abgezogen (1/12 pro Monat).